Das waren noch glückliche Zeiten...


Heute haben die 22. Dennenloher Schloss- und Gartentage gestartet. Erst mit Nieselregen, der wir ja sonst gerne für die Pflanzen und eigenen Kopfhaare haben, aber nicht unbedingt an den Gartentagen. Dann kam die Sonne, auch die nächsten Tage noch scheinen wird. Trotzdem sind wir alle völlig frustriert, denn wir haben es nicht geschafft von der Regierung wie die Landesgartenschau Ingolstadt behandelt zu werden. Die darf nämlich seit 21.4.2021 alle Besucher ohne Test und Maskenpflicht in den 3 ha kleineren Park lassen - wir benötigen beides, nur weil wir ein privater Park sind und die Regierung mit zweierlei Maß misst.

Wenn die Landesgartenschau Verlust einfährt, soll das nicht sein, wenn wir Verlust machen, weil wir nicht öffnen dürfen oder nur mit wesentlichen Kundeneinschränkungen, interessiert das Niemanden von der Regierung.

Wir sind ja ein privater Garten und nur der Mittelstand...

Dafür durften wir bereits 400 Euro für die behördliche Marktfestsetzung bezahlen und obwohl wir aufgrund der wenigen Besucherzahlen keine Straßenbeschilderung benötigen, nochmals 200 Euro für das behördlich angeordnete Aufstellen von Schildern - und das für 100 Besucher am Tag, die mit einer FFP2 Maske durch einen 26 ha großen Landschaftspark und den Privatgarten laufen, nachdem Sie sich im Vorfeld auch noch testen mussten.

Wir können unseren Besuchern nur danken für so viel Tapferkeit und Durchhaltewillen... wir sind am Verzweifeln mit diesen irrsinnigen Regeln.


Die Gesundheit der Menschen haben die Politiker bei der derzeitigen Gesetzgebung auf jeden Fall nicht im Sinn und deshalb muß man sich wehren. Im Gartencenter ist weder ein Negativtest noch Registrierung erforderlich. Im Gartencenter läßt die Regierung das Nichteinhalten von Abständen, Nichtregistrierung und auch keine Tests zu, hier im Schlosspark Dennenlohe oder dem Wildpark Tambach wird das Komplettprogramm verlangt.

Maßnahmen, die gar nicht nötig wären, weil hier auf 260.000 qm unproblematisch Abstände eingehalten werden können und die Menschen sich ausschließlich an der frischen Luft aufhalten.

Weiter ist wirklich völlig unverständlich, warum die Regierung bei Testpflicht das Tragen einer FFP-2 Maske im gesamten Park verlangt. Es wurde doch gerade durch den Negativtest festgestellt, daß der Besucher negativ ist und er sich zudem ausschließlich draußen aufhält.


Warum gelten auf der Landesgartenschau in Ingolstadt andere Regeln? Nämlich Maskenpflicht nur an ausgewiesenen Plätzen und in den WCs? Dieses Doppelpaket Testung/Maske ist eine unglaubliche Gängelung der Bürger und Besitzer von Gärten, die sowieso schon am Limit stehen.


Herr Söder hat erklärt, eines der wichtigsten Ziele sei die Nachverfolgung der Erkrankung. Nun fragen wir uns, wie ernst ist denn nun diese Aussage zu nehmen, wenn die Nachverfolgung in einem öffentlichen Parkgelände nicht verlangt wird, in einem privaten Parkgelände wiederum schon, nicht aber in Geschäften, in denen sich zeitgleich hunderte Personen aufhalten.

Ganz offensichtlich ist die Regierung entweder der Meinung, daß die Ansteckungsgefahr im Freien - entgegen aller wissenschaftlichen Aussagen - höher ist als in Supermärkten und Gartencentern oder aber auch diese Maßnahmen dienen allein der Gängelung von Bürgern und Betrieben.

"Sachgerecht, erforderlich und verhältnismäßig ist die, in der Verordnung getroffenen Regelung jedenfalls nicht. Und vor dem Hintergrund der Nachverfolgung und der Gesundheit der Menschen ist diese Regelung geradezu eine absolute Fehlentscheidung" schreibt auch Annette Gräfin Ortenburg aus dem #WildparkTambach. Recht hat Sie.

Die Infektionsschutzverordnung hebelt ungehemmt ein Stück weit die Demokratie und auch den Rechtsstaat aus. Die Regierung hat schon lange nicht mehr das Wohl der Bürger im Auge, sondern schikaniert Besucher und verhindert, daß private Einrichtungen wie Zoos, private Parks und WildParks überleben. Der Staat misst mit zweierlei Maß - die Grundsätze unserer Rechtsstaatlichkeit werden qua Notverordnung über Wochen, gar Monate außer Kraft gesetzt. Ich hätte nicht gedacht, daß wir das erleben werden. Daher umso mehr ein großes Dankeschön an unsere tapferen Besucher, die sich von allen widersinnigen Regelungen nicht abhalten lassen, uns zu besuchen.


Noch bis Sonntag, den 16. Mai können Sie seltene Stauden, Zwiebeln, Blumen und Bäume sowie Lebensmittel im Privatgarten des Schlosses einkaufen. Trauen Sie sich raus...

Der Schlosspark und der Gartenmarkt hat jeden Tag von 10 - 18 Uhr geöffnet.



96 Ansichten0 Kommentare